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Einheitliche Handgepäckregeln für alle Mallorca-Airlines

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Gepäck Check In Flughafen
Bild: Adobe

EU-Parlament fordert: Schluss mit Handgepäck-Willkür der Mallorca-Airlines

Das Packen der Koffer für den Urlaub auf Mallorca kann gelegentlich Verwirrung stiften. Dies liegt daran, dass die Handgepäckregeln je nach Fluggesellschaft variieren können. Die Frage, wie groß ein Handgepäckstück sein darf, wird von jeder Fluggesellschaft bisher individuell beantwortet. Das Europäische Parlament beabsichtigt jedoch, diesem Durcheinander ein Ende zu setzen und einheitliche Preis- und Größenrichtlinien für Handgepäck auf Flugreisen einzuführen. Dies soll das Reisen einfacher gestalten, wie aus einer von einer Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg am Mittwoch verabschiedeten Resolution hervorgeht. Bisher liegt es im Ermessen der Fluggesellschaften, Vorschriften bezüglich Gebühren und Größen festzulegen.

Die Entschließung zielt darauf ab, Fluggästen zu ermöglichen, versteckte Kosten zu vermeiden und Preisvergleiche bei der Buchung zu erleichtern. Bei einheitlichen Regeln müssten Reisende sich beispielsweise keine Gedanken über die erlaubte Größe und das Gewicht ihres Handgepäcks bei Anschlussflügen und Flügen mit verschiedenen Fluggesellschaften machen. Bisher können die Vorgaben bei Ryanair beispielsweise anders sein als bei TUIfly oder Eurowings. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Resolution rechtlich nicht verbindlich ist. Dennoch hat sie politisches Gewicht, da die EU-Kommission nun aufgefordert ist, konkrete politische Maßnahmen zur Umsetzung vorzulegen.

Die Parlamentarier reagieren mit ihrem Vorschlag auch auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2014. Dieses Urteil besagt, dass für Handgepäck keine zusätzlichen Kosten anfallen dürfen, solange die normalen Maße nicht überschritten werden. Im Juni gab es Schlagzeilen rund um das Thema Handgepäck in Bezug auf die Fluggesellschaft Ryanair. Passagieren wurde auf einem Flug Geld für die Mitnahme von Ensaimadas abverlangt. Die Begründung dafür war, dass Gebäck dieser Art, das außerhalb des Flughafens gekauft wurde, als kostenpflichtiges Handgepäck behandelt wurde. Die Fluggesellschaft bestritt jedoch stets, solche Extragebühren überhaupt erhoben zu haben.

Der Fluggast, der dies angegeben hatte, hatte eigentlich beabsichtigt, ein nicht aufgegebenes Gepäckstück mitzunehmen. Der Streit, der bis in die Balearen-Politik eskalierte, wurde schließlich beigelegt. Jetzt ist klar, dass sowohl Residenten als auch Touristen pro Person eine Ensaimada kostenlos im Handgepäck mitführen dürfen. Dieses traditionelle Gebäck zählt neben Produkten aus Flammenstoffen oder Perlen zu den beliebtesten Mitbringseln von der Insel. Im August leitete das Ministerium für Verbraucherschutz in Madrid aufgrund als unzulässig erachteter Kosten für die Mitnahme von Handgepäck in der Kabine erste Sanktionsverfahren gegen mehrere Fluggesellschaften ein. Diese Verstöße könnten als schwere oder sehr schwere Verstöße betrachtet werden und mit Geldbußen von bis zu einer Million Euro geahndet werden.

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