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Opfer des Spanair Unglücks von 2008 sind immer noch nicht entschädigt

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Mit Mitgefühl hat das Verhalten der Versicherung wohl nichts zu tun. Viele der Opfer des Flugzeugunglücks der Spanair warten immer noch auf ihre Entschädigung.

Am 20. August 2008 verunglückte Spanair-Flug 5022‎  mit 172 Menschen an Bord beim Start auf dem Flughafen Madrid -Barajas. Die Maschine sackte kurz nach dem Start wieder ab und ging am Boden in Flammen auf. Sie sollte nach Las Palmas de Gran Canaria fliegen.154 Menschen starben, darunter fünf Deutsche. Grund war vermutlich, dass Vorflügel und Landeklappen nicht ausgefahren waren und die Besatzung ein Alarmsignal ignorierte. Zudem gab es unmittelbar vor dem Start Probleme mit einem Außentemperaturfühler, dessen Sicherung vom Techniker überbrückt wurde.

Nach dem am 29. Juli 2011 veröffentlichten Abschlussbericht war die Unfallursache die, dass die Besatzung unmittelbar nach dem Start die Kontrolle über das Flugzeug verloren hat. Das Flugzeug war nicht richtig für den Start konfiguriert, da die Auftriebshilfen nicht ausgefahren waren.

Versicherer der Spanair ist die spanische Versicherungsgesellschaft MAFRE. Sie zögert die Zahlen weiter hinaus . Nach der Insolvenz der Fluggesellschaft ist die Versicherung der letzte Ansprechpartner für die Opfer.

Am 27. Januar 2012 stellte Spanair den Flugbetrieb kurzfristig ein, nachdem zuvor Verhandlungen über finanzielle Investitionen mit Qatar Airways und der katalanischen Regierung gescheitert waren. Drei Tage später beantragte Spanair schließlich Insolvenz.

(Mallorca-OK)


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