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Neue Corona-Einschränkungen auf Mallorca

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Tourismusminister Iago Negueruela
Tourismusminister Iago Negueruela

Balearenregierung will jetzt wieder Strand durchgreifen: Partyverbot, knallharte Strafen, Sperrstunde, Strandschließungen

Mit einem nächtlichen Partyverbot und knallharten Geldstrafen, für diejenigen, die es missachten, will die Balearen-Regierung die sprunghaft angestiegene Corona-Inzidenz auf der Insel in den Griff kriegen. Der balearische Regierungssprecher und Tourismusminister Iago Negueruela gab die neuen Restriktionen am frühen Montagabend auf einer Pressekonferenz in Palma bekannt. Ihr vorausgegangen war ein Treffen des sogenannten Runden Tisches mit Arbeitgebern und Gewerkschaften.

Negueruela hatte ebenso wie Ministerpräsidentin Francina Armengol noch vergangene Woche erneute Restriktionen ausgeschlossen. Auch am Montag betonten beide sozialistischen Politiker noch einmal, dass trotz der in den vergangenen Tagen erreichten Höchststände bei den Neuinfektionen kein Grund zur Panik bestehe. Die Situation in den Krankenhäusern sei unter Kontrolle. Um die mittlerweile angelaufene Tourismussaison zu schützen, gelte es, Ruhe zu bewahren – und mit harter Hand gegen die Infektionstreiber vorzugehen, so der Tenor.

Im Vorfeld war darüber spekuliert worden, ob auch erneut eine Maskenpflicht im Freien eingeführt wird. Letztlich belässt es die Landesregierung aber bei der Empfehlung, die Maske immer dann auch im Freien und in öffentlichen Räumen zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. 

Die gerichtliche Genehmigung vorausgesetzt, sind auf Mallorca, Menorca und Ibiza ab kommenden Samstag (24.7) jegliche Versammlungen von Personen unterschiedlicher Haushalte sowohl im Freien als auch in Innenräumen zwischen 1 und 6 Uhr morgens verboten. Das Partyverbot soll die Trinkgelage und Feiern verhindern, die auf Mallorca und den Nachbarinseln zur Verbreitung des Virus beitragen. “Ab 1 Uhr darf man nur noch mit jenen zusammen sein, mit denen man zusammenlebt”, sagte Negueruela. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste würden dabei als ein Haushalt gelten.

Zugleich werden die Strafen für die Teilnahme an Trinkgelagen oder Partys drastisch erhöht. Das Mindestbußgeld für die Teilnahme an einer illegalen Feier wird auf 1.000 Euro erhöht (zuvor 100 Euro). Teilnehmer, die eigentlich eine Quarantäne einhalten müssten, zahlen mindestens 2.000 Euro, positiv Getestete 5.000 Euro. Da dieser Bußgeldkatalog nicht von einem Gericht genehmigt werden muss, tritt er voraussichtlich schon am Donnerstag in Kraft.

Zugleich wird die Sperrstunde von Bars und Restaurants um eine Stunde von 2 Uhr auf 1 Uhr vorgezogen. Die erlaubte Anzahl an Gäste an einem Tisch wird wieder reduziert: In der Außengastronomie sind dann nur noch 8 statt 12 Personen erlaubt, innen sind es 6 statt 4 Gäste. Damit wolle man nicht etwa die ohnehin schon gebeutelte Gastronomie schädigen, sondern die Ansteckungsgefahr reduzieren, so der Minister. Bei der Delta-Variante reiche es oftmals bereits, mit einem Infizierten an einem Tisch zu sitzen, um selbst angesteckt zu werden. Auch diese Regelung dürfte voraussichtlich am Donnerstag in Kraft treten.

Der Zugang zum Strand wird ebenfalls erneut eingeschränkt – zwischen 22 Uhr und 6 Uhr am Morgen darf er nicht betreten werden, womit Trinkgelage und Partys zusätzlich werden sollen. 

Ab Inkrafttreten der neuen Auflagen wird auch die maximale Teilnehmerzahl an gesellschaftlichen Anlässen wie etwa Hochzeiten oder Kulturveranstaltungen zurückgefahren. Erlaubt sind dann für mindestens zwei Wochen nur noch 75 Prozent der erlaubten Kapazität.

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