Start Magazin Mehr als einen Besuch wert: Die Natur im Inland der Balearen

Mehr als einen Besuch wert: Die Natur im Inland der Balearen

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Bild: (c) Efetur

Balearen mal anders entdecken...

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Bild: ©-vetal1983---Fotolia.com


Ein strahlendblaues Mittelmeer, mal mit schroffer Küste, mal mit goldenem Sandstrand… die schönen Küstenregionen der Balearen sind bekannt. Jedoch existieren landeinwärts die vielfältigsten Naturlandschaften von erstaunlichem Wert für diese kleine Region.

Das Mittelmeer, welches an einigen Küsten der Balearen besonders blau ist, ist der Landschaftsfaktor den wir von den Inseln am besten kennen und der für die Inselgruppe am meisten dazu beigetragen hat, dass Besucher aus allen Teilen des Planeten angezogen wurden und hierher kamen.

Aber auf den Balearen hat der Naturliebhaber eine ganze Welt zu entdecken. Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera bieten eine Vielfalt an Landschaften von außergewöhnlicher Schönheit mit unzähligen Naturparks und geschützten Gebieten, reich an Flora und Fauna und vielen endemischen Arten. All dies macht die Balearen zu einem immer wertvolleren Ziel für Reisende, die den Kontakt mit der Natur erleben wollen. Und das kann man hier zu jeder Jahreszeit.

Das Meer

Bild: © Mallorca-OKBeginnen wir mit dem bekanntesten Naturbestandteil, dem Meer, welches sein charakteristisches Blau den Posidonia-Seegraswiesen zu verdanken hat. Einige dieser Seegraswiesen zwischen Formentera und Ibiza wurden von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Diese im Mittelmeer endemische Unterwasserpflanzenart hat eine große Bedeutung für das marine Ökosystem und sorgt dafür, dass der Meeresgrund bei den Inseln einzigartig und besonders transparent ist und dadurch ein Anziehungspunkt für Taucher. Das Meer so wie das milde Klima haben die Inseln zu einem nautischen Ziel ersten Ranges gemacht. Das Segeln durch die balearischen Gewässer bietet neben dem Genuss dieses schönen Wassersports auch die Sicht auf die wundervollen Landschaften vom Wasser aus: Man sieht Felswände zum Meer abfallen und daneben kleine Buchten mit goldfarbenem Sand, welche oft vom Land aus gar nicht zugänglich sind.

Das Tramuntana-Gebirge

Foto: (c) Antoni Sureda - WikipediaDie Seegraswiesen sind jedoch nicht das einzige Naturerbe der Balearen, denn es gibt noch viele weitere besondere Landschaften und Orte, die unter Schutz stehen oder speziell anerkannt wurden und die Balearen zu einem perfekten Reiseziel für Naturliebhaber machen. Der bemerkenswerteste dieser Orte ist sicherlich das mallorquinische Tramuntana-Gebirge, Weltnaturerbe der Kategorie Kulturlandschaft aufgrund der fast perfekten Symbiose zwischen Mensch und Natur. Das Gebirge bedeckt fast ein Drittel der Fläche der Insel und in seinen über 1000 Quadratkilometern finden sich die verschiedensten Landschaftsformen von Gebirgskämmen bis zu Tälern, Schluchten und fruchtbaren Talebenen. Außerdem ist es das Hauptwasserreservoir von Mallorca und Heimat verschiedener endemischer Arten wie z. B. dem Sapillo Balear, einer Krötenart, die der Geburtshelferkröte ähnelt. Der größte Reichtum für den Naturliebhaber ist hier die Landschaft. Einige Gegenden stehen aufgrund ihres ökologischen Wertes unter Schutz, wie z.B. das Inselchen Sa Dragonera.

Die Balearen zu Fuß oder mit dem Rad

Foto: © Mallorca-OKEine der besten Arten das Tramuntana-Gebirge zu erleben, ist der Wanderweg Ruta de Pedra en Sec (GR221). Beim Wandern sieht man Dörfer mit traditioneller Architektur, historische Überreste, man erlebt Traditionen und Gastronomie… Diese Route ist für Alt und Jung geeignet und am Ende jeder Etappe gibt es für Wanderer eine Schutzhütte zum Ausruhen.

Die Ruta de Pedra en Sec ist nur eine von vielen Wanderrouten die es auf den Balearen gibt. Auf der hervorragend für Fahrradfahrer geeigneten Insel Formentera gibt es ein Netzwerk sogenannter Grüner Routen (Circuitos Verdes), welches es ermöglicht die Insel auf die natürlichste Art zu entdecken: zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Buchten, Strände, Dünen, Agrarlandschaften, Pinienwälder, typische Architektur…durch all diese Landschaftsmerkmale führen die 19 Strecken des Netzwerkes der Grünen Routen der Insel.

Bild: © Mallorca-OKDie Balearischen Inseln sind nicht nur zum Wandern und Fahrradfahren geeignet, sondern auch für andere Sportarten die man in der Natur betreiben kann wie das Nordic Walking. Speziell für diese neue Sportart wurde in Alcudia eine eigene Route geschaffen. Und wenn wir von neuen Aktivitäten im Aufschwung sprechen, dürfen wir bei einem Ort wie den Balearen nicht die Vogelbeobachtung vergessen, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut.Auf allen der Inseln gibt es Orte für das Birdwatching, von denen der bemerkenswerteste der Salzsee Estany des Peix im Naturpark Ses Salines de Ibiza y Formentera ist, Rastort so wie Fortpflanzungsort vieler Vögel und eingestuft als Biosphärenreservat und besondere Schutzzone für Vögel (ZEPA).

Es gibt noch ein weiteres ornithologisch (und generell) bedeutendes Gebiet auf Menorca im Naturpark S´Albufera des Grau, welches mitten im menorquinischen Biosphärenreservat liegt. Außerdem gibt es viele botanische und verschiedene andere Naturlehrpfade. Ein weiteres großes Feuchtgebiet der Balearen ist Albufera de Mallorca, ein Moorgebiet von über 2500 ha welches sich ebenfalls hervorragend für die Vogelbeobachtung eignet. Die Fauna hier ist üppig und vielfältig. Allein an Vögeln gibt es 230 Arten die in diesem Naturschutzgebiet entweder nisten oder sich zeitweise aufhalten.

Menorca

Reiten-MallorcaBei den vielen Wander- und Radfahrmöglichkeiten auf den Balearen ist nicht zu vergessen der Camí de Cavalls -Camino de Caballos-, ein Pfad, der einmal um die gesamte Insel Menorca herumführt, vorbei an Schluchten, Stränden und Feldern…Der Weg ist komplett beschildert, man kann ihn zu Fuß laufen, mit dem Fahrrad entlangfahren oder natürlich auch zu Pferd erleben.

Entlang des Camí de Cavalls so wie anderer Wege können wir Menorca mit ihren traditionellen ländlichen Gegenden, den zahlreichen mediterranen Lebensräumen und endemischen Arten kennenlernen, und erleben, dass Natur und Mensch hier in Harmonie und Einklang leben. Daher kommt es, dass die Insel 1993 von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärt wurde.

Das Klima und die geologische Vielfalt von Menorca haben der Insel eine reichhaltige Umwelt, landschaftliche Vielfalt und ein einzigartiges Naturerbe beschert. Es gibt viele endemische Arten in Flora und Fauna, bedrohte Arten wie die Balearen-Eidechse oder den Rotmilan, Feuchtgebiete, ursprüngliche sandige Küstengebiete, felsige und schroffe Küsten, wo endemische Arten wie die Socarrells wachsen, forstwirtschaftliche Habitate, Steineichenwälder und Olivenhaine. Unter den verschiedenen geschützten Gebieten der Balearen ist nicht zu vergessen der spektakuläre Nationalpark der Inselgruppe Cabrera (Parque Nacional Marítimo Terrestre de Cabrera). Man erreicht ihn in touristischen oder privaten Booten von Mallorca aus. Dort angekommen hat der Besucher die Möglichkeit verschiedene beschilderte Routen über die Insel selbst abzulaufen oder, mit vorher eingeholter Erlaubnis, dort zu segeln oder zu tauchen. Seit kurzer Zeit bietet der Park auch die Möglichkeit an, in einer neu gebauten Schutzhütte zu übernachten.

© Mallorca-OK/Efetur

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