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Medusa Beach Club Betreiber drohen bis zu 38 Jahre Haft

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Medusa-Beach-Club-Ermittlungen
Bild: IMAGO / ThomasReiner

Die Terrasse war illegal – Den östereichischen Medusa Beach Club Betreiber drohen bis zu 38 Jahre Haft

Mussten die Urlauber wegen der Profitgier eines Mallorca-Gastronomen sterben? Die spanischen Behörden ermitteln gegen die Betreiber des „Medusa Beach Club“ in Palma, der vergangenen Donnerstag einstürzte und dabei vier Menschen tötete sowie 16 weitere verletzte.

Der Grund: Die eingestürzte Terrassen-Bar wurde ohne Genehmigung betrieben. Es gab keine Lizenz für wirtschaftliche Aktivitäten auf der Terrasse im ersten Stock des Gebäudes, erklärte Palmas Bürgermeister Jaime Martínez Llabrés auf einer Pressekonferenz.

Feuerwehrchef Eder Garcia ergänzte, dass die Terrasse vor Kurzem ohne Baugenehmigung mit einem neuen Estrich versehen wurde, was die Struktur vermutlich übermäßig belastete. Das zusätzliche Gewicht durch den Umbau, kombiniert mit einer großen Anzahl von Gästen, führte letztlich zum Einsturz der Terrassen-Bar.

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Die Bild-Zeitung befragte einen spanischen Anwalt zu den möglichen Strafen für die Betreiber: „Bis zu 38 Jahre Haft sind möglich. Neben der strafrechtlichen Verantwortung können die Opfer in Spanien als Nebenkläger auftreten und Strafen sowie Entschädigungen fordern. Man kann die Betreiber wegen fahrlässiger Tötung anklagen. Für jeden Todesfall kann das Strafmaß zwischen einem und vier Jahren Gefängnis liegen. Zusätzlich stellt jeder Fall von Körperverletzung ein eigenständiges Vergehen dar, wobei die Strafen abhängig von der Schwere der Verletzungen ausfallen.“

Hinter „Medusa Beach“ stehen vermutlich ein österreichisches Geschwisterpaar, angeführt von Christian Arnsteiner, und ihr weiterer Bruder, der ebenfalls als Freizeitunternehmer an der Playa de Palma aktiv ist. Vor drei Jahren wurde das ehemals als „Tex-Mex“-Restaurant betriebene Lokal in einen Beach-Club umgewandelt.

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