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Hat der Mega-Park eine Zukunft?

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Mega.Park Insolvenz
Muss der Mega-Park Insolvenz anmelden?

Der Stern des Mega-Parks sinkt: Abriss-Verfügung, drohende Insolvenz und nur noch die halbe Kapazität

Die Zeichen für den berühmten Party-Tempel Mega-Park auf stehen nicht gut. Nach der Verhaftung des Eigentümers ist das Unternehmen finanziell angeschlagen und die Insolvenz droht. Dann hat die Stadt Palma auch noch vor rund zwei Wochen eine Verfügung erlassen, dass die illegalen Teile des Mega-Parks, für die es keine Lizenz gibt, geschlossen werden müssen.

Was muss zu bleiben?

Das wird es so nicht mehr geben | Foto: (c) Mallorca-OK/Jürgen Brosda

Stillgelegt wird das erste Stockwerk sowie die Cafeteria „Don Quixote“ und die Außenterrassen. Damit wankt der offizielle Termin für die Saisoneröffnung kräftig. Im Mega-Park gibt man sich optimistisch. Man werde den Forderungen der Stadt Palma nachkommen. Die entsprechenden Bereiche werden zu gemacht und dann kann das Opening stattfinden.

Wie man das alles organisieren will weiß man in der Geschäftsführung aber noch nicht. Ein Rückbau im laufenden Betrieb ist ausgeschlossen und wenn nicht innerhalb von zwei Monaten alles illegale zurückgebaut, dann wird der Mega-Park behördlich geschlossen.

Außerdem koste der Rückbau Geld, was der Mega-Park zurzeit nicht hat. Die Entscheidung spielt dem Mega-Park natürlich gar nicht in die Karten, denn nachdem der Chef des Imperium Bartolomé Cursach seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft sitzt, musste das Unternehmen bereits Vorinsolvenz anmelden. Wenn die Kapazität des Partytempels nun halbiert wird, werden auch die Einnahmen nur noch die Hälfte betragen. Kaufinteressenten gibt es bereits genug. Es haben mallorquinische Hotelketten Interesse, den Mega-Park an der Playa de Palma zu kaufen. Dieser soll dann abgerissen und durch ein Hotel samt Luxus-Beach-Club ersetzt werden.

Das Aus für den Mega-Park würde diejenigen freuen, die sich ein Ende des Sauf-Tourismus an der Playa de Palma herbeisehnen. Verschwände die Lokalität würde dies das Image der gesamten Playa aufbessern, ist zu hören. Der Bau eines Hotels auf der Fläche dürfte hinsichtlich der Genehmigungen kein Problem sein. Denn das Grundstück ist für Hotelbebauung ausgewiesen.

Früher stand dort das Hotel Los Angeles, das für die Errichtung des Mega-Parks abgerissen wurde. Die erste Party-Saison war dort der Sommer 2000.

Die Teilschließung kostet mindestens 200 Arbeitsplätze

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Foto: © Mallorca-OK

Der Mega-Park hat als Konsequenz der Verfügung der Stadt Palma bekannt gegeben, dass man 200 bis 240 Angestellten des Partytempels kündigen muss. Gern gibt man sich mitleidsvoll in der Opferrolle wie Mega-Park-Chef Gerry Arnsteiner im Interview für die Mallorca-Zeitung: „Wir hatten im Juni, Juli, und August 2017 mindestens 500 Mitarbeiter. Wenn wir einen wichtigen Bereich zusperren müssen, verändert sich auch das Personal. Mindestens 200 bis 250 Leuten kostet das den Job.“ Zuerst treffe es das „Don Quixote“. „Ein Riesenproblem ist, dass die Küche ausfällt. Zum Teil arbeiten dort Leute seit 20 Jahren für uns.“

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