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EU rügt die Wasserpolitik Mallorcas

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Leitungswasser
© Mallorca-OK

Die EU-Kommission hat die balearische Landesregierung wegen ihrer Wasserpolitik gerügt. Das balearische Umweltministerium gehe nicht ausreichend gegen die Verunreinigung des Grundwasses auf Mallorca etwa durch Nitrate vor, heißt es in einer Antwort aus Brüssel auf einen Entwurf für das Programm für landwirtschaftliche Entwicklung, den die Landesregierung für die Jahre 2014 bis 2020 vorgelegt hatte.

Obwohl rund 30 Prozent des Grundwasservorkommens unter anderem in Folge von Nitraten von schlechter Qualität sei, hätten Maßnahmen gegen die Verschmutzung keine ausreichende Priorität, heißt es in der 27-seitigen Antwort. Verwiesen wird zudem auf Risiken der Wasserknappheit und der zunehmenden Versalzung.

Probleme gibt es seit vielen Jahren vor allem im Südosten von Mallorca, unter anderem in Portocolom in der Gemeinde Felanitx laufen die Anwohner Sturm wegen der miesen Wasserqualität. Aus Protest schenkten die Betroffenen den Gemeinderäten zu Weihnachten mit „Trinkwasser“ abgefüllte Flaschen.

Man erwarte Vorschläge zur Verbesserung der Leitungsnetze, der Reduzierung des Verbrauchs sowie der Aufbereitung, heißt es in dem EU-Dokument. Auch das Tarifsystem wird kritisiert, dieses schaffe wenig Anreiz für einen sparsamen Umgang mit dem Wasser. Neben weiteren Kritikpunkten wird der Landesregierung zudem vorgeworfen, den Ausbau der biologischen Landwirtschaft nicht ausreichend zu fördern.

© Mallorca-OK

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