Start Mallorca Ausflüge & Touren Die Balearen – ein idealer Ort für Bergsportler

Die Balearen – ein idealer Ort für Bergsportler

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Foto: © vetal1983 Fotolia.com

Mallorca ist schon lange ein Ziel für Wanderer und Kletterer

Die Balearen gehören zu den Reisezielen, die Tourismus bestens mit Sport kombinieren, so dass stets zahlreiche Profi- und Amateursportler an den Wettkämpfen auf der Inselgruppe teilnehmen. Dank ihrer Geländebeschaffenheit und Klimabedingungen sind die Inseln Schauplatz vieler Mountainbike-Rennen, Triathlons etc., zu denen sich Tausende von Teilnehmern und Zuschauern einfinden.

Es gibt viel zu sehen für den Wanderer auf Mallorca

Die Landschaftsstruktur der Balearen mit vorherrschend flachen Gebieten gleich neben unwegsamen Gebirgen, die typischen, als ‚torrentes‘ bezeichneten Wasserläufe der Inselgruppen, zahlreiche Höhlen, zerklüftete Küsten und lange Strände bilden den idealen Schauplatz für Bergsportmöglichkeiten. Diese Landschaften sorgen in Verbindung mit dem milden Klima der Balearen dafür, dass Tausende von Besuchern sich zur Teilnahme an Mountainbike-Wettkämpfen wie BTT Volta a Formentera, Volta Menorca BTT, Vuelta a Ibiza Internacional en Mountain Bike, Challenge CX Ciclocross de Mallorca, Copa de Mallorca BTT etc. einfinden. Jede dieser Austragungen lockt Hunderte, mitunter sogar Tausende von Besuchern an, die zum einen als Teilnehmer, zum anderen als Begleiter anreisen. Alle sind Touristen, die zwar vielleicht aus anderen Motiven angezogen wurden, bei ihrem Aufenthalt jedoch die umfassenden Möglichkeiten – Natur, Kultur, Sport … – und alle touristischen Einrichtungen der Balearen nutzen. Denn die Inselgruppe gehört zu den Reisezielen, die Sport bestens mit Tourismus kombinieren. Abenteuerlustige Sportler, also all jene, die den Adrenalinkick in direktem Kontakt mit der Natur suchen, erwartet auf den Balearen das perfekte Reiseziel. Und das nicht nur ihrer Geländebeschaffenheit und ihres Klimas wegen, sondern insbesondere auch aufgrund eines weiteren typischen Merkmals der Inselgruppe: die Umgebung ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen harmonischen Koexistenz des Menschen mit seinem Lebensraum, ein Musterbeispiel an Nachhaltigkeit, in dem es den Menschen gelungen ist, die natürlichen Gegebenheiten ihrer Umgebung zu erhalten, diese jedoch dennoch zu genießen und sogar für Fertigungsprozesse zu nutzen.

Mallorca und die Serra de Tramuntana

Auf Mallorca etwa bietet sich Radlern das ideale Terrain beim Erklimmen der Gipfel der Serra de Tramuntana, deren Abfahrten und Haarnadelkurven, die sich dicht aneinander reihen. Ihre Beliebtheit als Reiseziel für Radfahrer verdankt die Insel weitgehend der Tatsache, dass Bradley Wiggins, der Gewinner der Tour de France 2012, in der Serra de Tramuntana trainiert. Die als Welterbe ausgewiesene Landschaft verfügt über zahlreiche Wege, darunter ebene oder Strecken mit Bodenwellen und Unebenheiten, die Mountainbiker begeistern. Für besonders Wagemutige, die sich gern in Schluchten in die Tiefe stürzen und in Klammen und Canyons absteigen, bietet die Zentralregion der Serra de Tramuntana zahlreiche Möglichkeiten, darunter etwa die Route Gorg Blau-Sa Fosca oder der Torrent de Pareis. Eine der Sportarten, in der sich Mallorca als Abenteuerschauplatz besonders hervortut, ist das Klettern an seinen zahlreichen Felsvorsprüngen, -Blöcken und -Formationen. Besonders beliebt bei Kletterern sind etwa Sa Gubia, die Steilhänge der Halbinsel Formentor und die Buchten Porto Cristo und Cala Barques. Bei diesen Voraussetzungen ist es nicht verwunderlich, dass in Mallorca jedes Jahr bedeutende Wettkämpfe stattfinden. Darunter etwa die beiden Rennen K42 und K21 Mallorca in der Gemeinde Calviá – ersteres ein sehr harter Wettkampf, das zweite ideal für Einsteiger -, die den Genuss der herrlichen Natur Mallorcas beim Traillauf ermöglichen. Ebenso wichtige Wettkämpfe sind unter anderem: Ultra Trail Serra de Tramuntana, Challenge Paguera Mallorca Triatlon, Maratón Internacional Magaluf, der renommierte Maratón Internacional Ciutat de Palma-TUI Maratón oder Ironman Alcudia, ein Langstreckenlauf an einem Austragungsort, der von Experten als „Triathleten-Paradies“ bezeichnet wird.

Ibiza, Menorca und Formentera

Auch wenn sie die „Kleinen“ sind, sind die Pityusen für Sportler nicht weniger interessant. In erster Linie für Wanderer und Radwanderer, aber natürlich auch für Wassersportler. Ibiza bietet zahlreiche Radstrecken, sowohl für Radwanderer als auch für Mountainbiker, ist aber auch Austragungsort verschiedener Radsportwettkämpfe wie Vuelta a Ibiza Internacional en Mountain Bike, Ibiza Trail Maratón oder Vuelta Cicloturista a Ibiza. Neben den genannten finden Halbmarathons sowie Bi- und Triathlons im Rahmen verschiedener Volksfeste statt. Zu den bekanntesten gehört derIbiza Half Triatlón in Santa Eulària, der aus dem sogenannten Hombre de Hierro (Ironman) entstanden ist. Das kleine Formentera assoziiert man häufig und nicht ohne Grund mit dem Fahrrad, dem Fortbewegungsmittel zahlreicher Inselbesucher. Die kurzen Entfernungen und die nahezu intakte Natur der Insel laden dazu ein, für Wege von A nach B oder zur sportlichen Betätigung das Fahrrad anderen Verkehrsmitteln vorzuziehen. Eben diese Rücksicht auf die Natur ist eine der Eigenschaften des Halbmarathons Media Maratón Illa de Formentera, dessen Veranstalter häufig zur Erweiterung der Teilnehmerzahl aufgefordert wurden. Diesen Anfragen wurde jedoch nie stattgegeben, da die Inselgegebenheiten sich nur schwer mit der für eine höhere Wettkämpferzahl erforderlichen Infrastruktur ausstatten ließen. Auch Menorca besitzt, zweifellos dank seiner Eigenschaft als Biosphärenreservat, seine Besonderheiten. Ebenso wie auf der übrigen Inselgruppe trug auch hier die Koexistenz des Menschen mit seiner Umgebung im Lauf der Geschichte lediglich dazu bei, Kultur und Lebensraum vor Ort zu erhalten und auszuprägen. Die Landschaft Menorcas ist höchst abwechslungsreich – Strände, Täler, Schluchten etc. machen die Insel zu einem herrlichen Ort nicht nur für Wanderer und Radler, sondern auch beispielsweise für Canyoning-Fans. Denn Menorca besitzt rund 50 Erdspalten, die sich in greifbarer Nähe zwischen Steilküsten und Schluchten öffnen. Aber auch Höhlengeher erwartet auf der Insel ein Tummelplatz ganz nach Maß. Sie besitzt mehr als ein Dutzend Unterwasserhöhlen, darunter einige von enormer Größe wie etwa die Cueva d’es Coloms, die ihrer Ausmaße wegen auch als „die Kathedrale“ bezeichnet wird. Ein zusätzliches Plus bei den Wettkämpfen auf dieser als Biosphärenreservat ausgewiesenen Insel ist das Erleben einer unberührten und geschützten Landschaft. In diesen Genuss kommen etwa die Teilnehmer der 210 km langen Radsportstrecke Ruta de los Faros de Menorca oder des Compressport Trail Menorca Camí de Cavalls. Dabei handelt es sich um einen Ultra-Langstreckenlauf, der auf dem legendären mittelalterlichen Weg rund um die Insel führt. Eine 185 km lange Strecke mit nahezu 3.000 Aufstiegshöhenmetern, die in weniger als 41 Stunden zu bewältigen ist. Ein Abenteuer in einer Landschaft aus Stränden, Schluchten und ebenen Abschnitten direkt am Ufer des Mittelmeers.

Auf den schönsten Routen

Der Ultra-Langstreckenlauf Compressport Trail, trägt den Namen einer der wichtigsten Routen der Insel, Camí de Cavalls (Pferdeweg), da ein Teil des Wettkampfs auf dieser Strecke ausgetragen wird. Dieser schon seit dem 14. Jahrhundert existierende Weg umrundet ganz Menorca und spielte eine wesentliche Rolle in der berittenen Verteidigung der Inselbevölkerung gegen Angriffe von außen. Ebenso wichtig war er für die Kommunikation zwischen den einzelnen Türmen, die zur Überwachung des Mittelmeers dienten. Von jeher wurde er auch gern von der Bevölkerung genutzt, ermöglichte er doch schon immer, die uneingeschränkte Fortbewegung der Inselbewohner. Die Eigentümer der von ihm durchquerten Ländereien waren nicht nur verpflichtet, den ungehinderten Verkehr zu garantieren, sondern auch, den Weg frei zu halten. Heute ist der Camí de Cavalls, der in der Zeit der Briten ein Militärwerg für berittene Kuriere war, vollkommen saniert und restauriert. Der offiziell ausgewiesene Fernwanderweg GR 223 ist 200 km lang und gliedert sich in 20 Etappen, die man zu Fuß, mit dem Rad oder, wie es die Tradition verlangt, zu Pferd zurücklegen kann. Auch die Wege der Ruta de Pedra en sèc (Trockenstein-Route) auf Mallorca sind Teil derGeschichte der Inseln. Nicht wenige der zahlreichen Wettkämpfe, deren Austragungsort Mallorca ist, finden auf dem einen oder anderen Abschnitt dieser Strecke statt. Die Ruta de Pedra en Sec (GR221) zu Fuß oder mit dem Rad ist eine der schönsten Möglichkeiten, die als Welterbe ausgewiesene Bergregion Sierra de Tramuntana zu erkunden. In Landschaften, in denen sich überall verstreut Vertreter dieser traditionellen Bauweise finden, lassen sich Zeugen der Geschichte sowie Traditionen, Gastronomie und vieles mehr entdecken. In der traditionellen Trockensteinmauerei werden zum Bau Steine verwendet. Zum Zusammenfügen kommt allerdings kein Mörtel, sondern lediglich die richtige Platzierung basierend auf dem größtmöglichen Kontakt zwischen den Steinen und die Wirkung der Schwerkraft zum Einsatz. Die Ruta de Pedra en Sec ist eine lange Route, die rund 283 km umfasst und für alle Altersgruppen geeignet ist. Am Ende jeder Etappe erwartet den Wanderer stets eine Rasthütte, die Unterkunft und Verpflegung bietet. Dabei handelt es sich um restaurierte alte Häuser im traditionellen Baustil des Tramuntana-Gebirges, die somit in die Landschaft integriert sind und das Kulturerbe der Region respektieren. Auf Formentera, der Fahrradinsel par excellence, erwartet den Besucher ein Netz an Circuitos Verdes, „grünen Wegen“, die die Möglichkeit bieten, die Insel zu Fuß oder mit dem Fahrrad und somit auf besonders naturnahe und umweltfreundliche Weise kennenzulernen. Buchten, Strände, Agrarlandschaften, Kiefernwälder, typische Bauweise etc. All das lässt sich auf einem der 19 Circuitos Verdes der Insel erkunden. Sämtliche Strecken bieten die Möglichkeit, praktisch unbekannte Landschaften, die mit Fahrzeugen nicht erreichbar sind, kennenzulernen. Hier trifft man auf versteckte Strände, unbefestigte Fahrwege, kleine traditionelle Dörfer etc. Und hin und wieder geht es dabei durch Gebiete, die besonders unter Naturschutz stehen. Das sollte man nicht vergessen!

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